Angefangen hat alles im Alter von 14 Jahren, als ich von einer Nachbarin
eine handgeschaltetes Sachs-Mofa abgekauft habe. Die Maximalgeschwindigkeit
wurde nicht lange bei 30 km/h belassen. Viel zu langweilig. 3 Jahre später
wurde es von der Polizei beschlagnahmt und eingestampft. Sie waren der
Meinung, ein Mofa mit Vmax 85 km/h sei nicht verkehrstauglich.
Mit 18 erhielt ich eine defekte Suzuki GT125 geschenkt, die ich wieder
zum laufen brachte, vorgeführt habe und darauf die 125er Prüfung
absolvierte. Am Freitag hatte ich die praktische Prüfung, die ich
auf Anhieb bestand. Der Experte meinte dann, ich erhalte den Ausweis in
etwa zwei Wochen zugestellt. Geht nicht; war meine Antwort. Ich brauche
ihn sofort. Morgen fahre ich nach Korsika.
1995 wurde ich in die Armee eingezogen. Natürlich als Motorradfahrer.
So durfte ich während 15 Wochen die liebliche Condor
A350 reiten lernen.
Nach der Rekrutenschule musste ein grosser "Töff" her.
Eine Yamaha XT600 (ohne Elektrostarter...)
Die nächsten sechs Jahre habe ich so einige kleinere Touren unternommen,
u. a. Pyrenäen, Spanien, Gibraltar, Korsika, Sardinien, Sizilien,
Slovenien etc.
2001 bin ich dann zum grossen Abenteuer gestartet. Ich habe meinen Job
im Reisebüro in Zürich Flughafen geschmissen, die Suzuki DR800
in eine Holzkiste verpackt und nach Chile verschifft. Von dort aus bin
ich 7 Monate und 28'000 km durch Bolivien, Chile, Argentinien, Uruguay,
Brasilien und Paraguay gereist. Am Ende der Reise habe ich sie dort verkauft.
Da ich so zufrieden war mit diesem Motorrad, habe ich mir bei der Rückkehr
in die Schweiz gleich wieder eine Suzuki DR-Big gekauft.

Reisebericht über Südamerika
per Motorrad
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